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Jazz für Kinder
"Jazz für Kinder? Wer bisher mit Jazz nichts anfangen konnte, wird diesen Musikstil nach dem Lesen des Buches mit ganz anderen Ohren hören.
Genau wie Carla, die im Pavillon des Gartens drei total verstaubte Musikinstrumente entdeckt. In der Ecke stehen ein Klavier, ein Kontrabass und ein Schlagzeug. Sie öffnen dem Mädchen die Tür in die Welt des Jazz mit seiner bewegten Geschichte. Carla lernt Instrumente, Interpreten und Musikstile kennen. Und auch die Instrumente lernen dazu, denn seit sie vor sich hinstaubten, hat sich einiges getan. Fasziniert hören sie etwas von dem neuen Stil Nu Jazz. Ein herausragendes, anspruchsvolles Buch, bei dem nicht nur musikbegeisterte Kinder viel über Jazz lernen können. Das Lied "Bruder Jakob" ist auf der beiliegenden CD in 14 verschiedenen Jazz-Stilen zu hören - eingespielt von mehrfach prämierten Musikern. Einfach nur toll."
"Jazz muss man mögen. Ich persönlich mag diesen Musikstil nicht. Ich finde, es klingt wie personifizierte Kopfschmerzen. Aber man versucht ja, seine Kinder möglichst nicht zu beeinflussen. Sie sollen offen sein für Neues, alles kennenlernen und selbst entscheiden. Und genau aus diesem Grund hab ich das Buch "Jazz für Kinder" besorgt. 
Und war positiv überrascht. Carla ist mit ihren Eltern umgezogen. In ein Haus. Und findet dort in einem Gartenpavillon ein paar sprechende Instrumente. Ein Klavier, eine überdimensionale Geige namens Kontrabass und ein Schlagzeug. Sie jammern, denn eigentlich wären sie - statt als Gerümpel rumzustehen und zu verstauben - lieber wieder in einem Jazzclub aktiv. Das bringt Carla dazu bei ihren Eltern nachzufragen und die erklären ihr ganz genau, was Jazz überhaupt ist. Wo "die Musik der Freiheit" herkommt, dass man darauf tanzen kann und wie er sich von Amerika aus über die ganze Welt verbreitete. Und die Musikinstrumente bringen Carla bei, wie das mit dem Rhythmus ist, was Harmonien sind und warum der Bebop den Jazz verändert hat. Und das alles endet in einem selbstgestylten Jazzkeller, in dem die Instrumente endlich wieder das tun können, was sie schon immer am liebsten taten: musizieren. Und damit man sich immer ein genaues Bild machen kann, ist dem Buch eine CD beigefügt, auf der sich die Musikinstrumente vorstellen und man dann die verschiedenen Stile vergleichen kann. Und so ein Bild bekommt von der Vielfältigkeit des Jazz."
Eltern Blog: Kinder- und Elternbücher
"Bekanntes neu für die Ohren: "Jazz für Kinder"
Den Kanon "Bruder Jakob" kennt wohl jeder  wie aber hätte er wohl von Louis Armstrong oder Charlie Haden gespielt geklungen? Ganz schön anders, soviel ist klar. In "Jazz für Kinder" geht das Mädchen Carla auf eine musikalische Reise durch die Geschichte des Jazz und der Improvisation, immer mit "Bruder Jakob" im Ohr. Der jüngste Band aus der bewährten Annette-Betz-Reihe, die Märchen, Ballette und klassische Musikstücke illustriert und mit beigelegter CD zum Klingen bringt, ist besonders gelungen. (Nicht nur) für Musik-interessierten Nachwuchs ab 9."
Wien/München (dpa)
"Oliver Steger hat sich der Jazzgeschichte angenommen und sie für , hier muß man den Verlagsangaben und dem Untertitel widersprechen, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, sehr sinnvoll aufbereitet. ...es ist ein Buch, aus dem der Interessierte und auch der schon ein wenig fortgeschrittene Jazzliebhaber noch so einiges lernen kann..."
Concerto

Rezension von Bettina

 

Denkt man an Jazzmusik, so denkt man an enge verrauchte Kneipen, in denen die Menschen an kleinen Tischen sitzen und im Rhythmus mitschwingen. Besonders auf Kinder und Jugendliche wirkt diese Art der Musik oft befremdlich, da sie je nach Interpretation sehr eigenwillige Züge annehmen kann. Mit der richtigen Einführung in dieses Thema erhalten Kinder jedoch die Möglichkeit unvoreingenommen in eine musikalische Welt einzutauchen, die ihrer kindlichen Kreativität, Beschwingtheit und Phantasie in nichts nachsteht. Die Gelegenheit für solch einen ersten Kontakt bietet das Buch Jazz für Kinder, welches Anfang 2008 im Annette Betz Verlag erschienen ist.

Die Reise durch die Geschichte der Jazzmusik beginnt, als Carla im Garten des gerade neubezogenen Hauses einen alten Pavillon entdeckt. Neugierig fängt sie an die alten und verstaubten Sachen näher zu betrachten, als sie plötzlich ein paar Stimmen hört. Zunächst glaubt sie ihren Ohren nicht zu trauen, aber in einer Ecke des Raums stehen tatsächlich ein Klavier, ein Schlagzeug und ein Kontrabass die mit ihr sprechen. Eigentlich jammern sie mehr, denn anstatt im Pavillon zu verstauben würden sie viel lieber wieder auf einer Bühne in einem Club stehen und Jazzmusik machen. Davon hat Carla noch nie etwas gehört und darum löchert sie noch am selben Abend ihre Eltern, was es denn mit diesem Jazz so auf sich hat. Die freuen sich über Carlas Interesse und erzählen ihr gerne alles über den Ursprung des Jazz, seine Verbreitung in der Welt und zeigen ihr auch wie man darauf tanzt. Natürlich lassen es sich auch die Instrumente nicht nehmen ihr noch viele spannende Fakten und Ereignisse aus der Geschichte des Jazz zu erzählen. So erklären sie ihr beispielsweise was Akkorde, Harmonien und Rhythmen sind oder auch welche unterschiedlichen Stile sich im Laufe der Zeit gebildet haben. 
Carla findet daraufhin immer mehr Gefallen an der Musik und am liebsten würde sie den Herzenswunsch der Instrumente erfüllen. Ob sie es wohl schafft einen Jazzclub für sie zu finden?

Dem Autor Oliver Steger ist mit dem vorliegenden Buch ein wirklich sehr gelungenes Werk zur Einführung in die Welt des Jazz geglückt. Der studierte Kontrabassist spielt selber in mehreren Formationen und erhielt 2005 mit seiner Band sogar den begehrten Amadeus Award. Er kennt sich also bestens in der Jazzmusik aus und hat mit Jazz für Kinder einen Weg gefunden, diese Welt kindgerecht vor unseren Augen auszubreiten. Eingebettet in eine ganz simple und alltägliche Geschichte erhalten Kinder hier interessante Informationen, mit denen sie mehr als nur ein fundiertes Basiswissen erhalten.

Zum besseren Verständnis liegt dem Buch eine CD bei auf der sich 14 verschiedene Jazz-Interpretationen des bekannten Kinderliedes Bruder Jakob befinden, die eigens für dieses Werk komponiert und arrangiert wurden. Während der Leser die Geschichte im Buch verfolgt, findet er am Textrand immer wieder Zahlen, die auf das jeweils passende Musikstück auf der CD verweisen. Somit erhält man zu den einzelnen Stilen auch direkt ein musikalisches Bild. Mit einer Gesamtspielzeit von rund einer Stunde bietet sie so eine gelungene Ergänzung zu den schriftlichen Ausführungen.

Nicht nur die beiliegende CD stellt einen besonderen Anreiz zum Kauf des Buches dar, sondern auch die den Text umrahmenden und mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Illustrationen von Peter Friedl. Die sehr naturgetreuen und teils humoristisch angehauchten Bilder erwecken die Musikinstrumente zum Leben und laden auch einfach nur zum Anschauen ein. So gibt es auch bereits für Kinder unter dem empfohlenen Lesealter von 5 Jahren einen optischen Anreiz.

Insgesamt wird Oliver Steger dem Anliegen seines Buches, die wichtigsten Strömungen und Eckpunkte des Jazz zu beschreiben, vollends gerecht. Eine lohnenswerte Anschaffung, die das musikalische Verständnis der Kinder fördert und gleichzeitig Vorurteile gegenüber einer sehr eigenwilligen Musikrichtung abbaut.